Der Kosakenfriedhhof und die Kapelle

Ein Erbe in Erinnerung

Der Kosakenfriedhof in Lienz erinnert an die Opfer der Repatriierung von 1945, wobei historische Belege bestätigen, dass es sich um einzelne orthodoxe Bestattungen handelt – nicht um ein Massengrab.

Unsere Erinnerungsarbeit steht unter den Leitgedanken Ehre, Dankbarkeit und Wahrheit.

Ehre, weil wir der Frauen, Männer und Kinder gedenken, die während der Lienzer Kosakentragödie ihr Leben verloren oder großes Leid ertragen mussten.

Dankbarkeit, weil wir den Generationen vor uns verpflichtet sind, die unter schwersten Entbehrungen litten und deren Opfer den Fortbestand unserer Gemeinschaft ermöglichten.

Wahrheit, weil die Erinnerung an ihr Schicksal bewahrt und an kommende Generationen weitergegeben werden soll, damit die Ereignisse von damals nicht in Vergessenheit geraten.

Der Kosakenfriedhof in Lienz und die 2015 errichtete Kosakenkapelle bilden gemeinsam einen Ort des Gedenkens an die tragischen Ereignisse vom 1. Juni 1945. Seit Jahrzehnten kommen hier Angehörige, Nachkommen, Geistliche und Besucher aus verschiedenen Ländern zusammen, um der Opfer in Würde zu gedenken.

Diese Seiten geben einen Überblick über die Geschichte des Friedhofs, die Entstehung der Kapelle sowie ihre historische, religiöse und organisatorische Entwicklung. Sie beruhen auf zeitgenössischen Dokumenten, Archivmaterial und den Unterlagen des Vereins zum Gedenken an die Lienzer Kosakentragödie vom 1. Juni 1945.

Die nachfolgenden Unterseiten behandeln den Kosakenfriedhof, die Kosakenkapelle sowie deren Entstehung, Verantwortung und historische Dokumentation im Einzelnen.

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