Umfassende Darstellung der Kosakentragödie, Flucht, Vertreibung, militärische Einheiten, Opfer, Fluchtwege und Gedenkarbeit in Lienz.
Geschichte und Opfer der Kosakentragödie
- Am 1. Juni 1945 wurden in Lienz ca. 48.100 antisowjetische Personen, darunter Kosaken, Kaukasier, Ukrainer und Weißrussen, vertrieben.
- Zahlreiche Flüchtlinge, darunter 15.000 Domanow-Kosaken und 7.000 Kaukasier, flohen über den Ploeckenpass.
- Viele wurden von britischen Truppen festgenommen, deportiert oder getötet, darunter 5.000 Pferde, 7.000 Nordkaukasier und 2.5 Mio. Sowjetbürger.
- Die Flucht führte durch Italien, Österreich bis nach Australien, mit zahlreichen Verlusten und traumatischen Erlebnissen.
Militärische Verbände und Organisationen
- Verschiedene ostdeutsche Truppen, Freiwilligenverbände, Kosaken, Legionen und Sonderverbände kämpften zwischen 1941-1945.
- Die XV. Kosaken-Kavallerie-Korps unter General von Pannwitz bestand aus 25.000 Kosaken, inklusive Don-, Siberian-, Kuban- und Terek-Kosaken.
- Nach Kriegsende wurden viele Kosaken von Briten an die Sowjetunion ausgeliefert, was zu massenhaften Deportationen führte.
Flucht, Vertreibung und Repatriierung
- Viele Flüchtlinge flohen vor sowjetischer Verfolgung, wurden von Deutschen, Italienern und Briten unterstützt oder verfolgt.
- Operation Keelhaul (bis 1947) führte zur Rückführung von ca. 2,5 Mio. Sowjetbürger nach Sowjetrussland.
- Zahlreiche Menschen wurden in Lagern wie in Judenburg festgehalten, viele wurden von Sowjets verhaftet oder getötet.
- Familien, darunter auch Überlebende, berichten von Flucht, Verlusten und dem Wunsch nach Gedenken.
Gedenkarbeit und Vereinsgeschichte
- Der Verein in Lienz erinnert an die Kosakentragödie vom 1. Juni 1945, mit Gedenkfeiern und Dokumentation.
- Verschiedene Vorsitzende und Organisationen setzen sich seit Jahrzehnten für das Gedenken ein.
- Die Webseite und Kontaktinformationen des Vereins sind dokumentiert, um das Andenken zu bewahren.