In Anerkennung seiner Beiträge zur Erforschung der russischen Emigration und der Kosaken-Geschichte begrüßte das Archiv der Kosaken im Ausland kürzlich Professor Anatoly Vsevolodovich Shmelev während seines Besuchs. Sein Engagement mit dem Archiv unterstreicht das gemeinsame Bestreben, das Andenken und das Erbe der Kosaken im Exil zu bewahren.
Besuch von Professor Anatoly Vsevolodovich Shmelev im Archiv der Kosaken im Ausland
In diesem Monat hatte das Archiv der Kosaken im Ausland die Ehre, Professor Anatoly Vsevolodovich Shmelev willkommen zu heißen. Professor Shmelev ist ein renommierter Historiker und Forscher der russischen Emigration, ein Nachkomme der ersten Emigrationswelle und lebt derzeit in Kalifornien (USA).
Der Name von Professor Shmelev ist in wissenschaftlichen Kreisen, die sich mit der Geschichte des Kosakentums und Russlands im Exil befassen, wohlbekannt.
In früheren Jahren wandte sich der verstorbene Ataman Yaropolk Leonidovich Mikheev mit der Bitte an Professor Shmelev, finanzielle Unterstützung für die Deckung der erforderlichen Mittel für den Bau der Kosakenkapelle in Lienz durch den österreichischen Verein „Schwarzes Kreuz“ zu leisten.
Professor Shmelev reagierte großzügig, unterstützte die Kosaken und drückte gleichzeitig tiefen Respekt für das Andenken ihrer Vorfahren aus.
Während seines Besuchs wurden dem Professor einzigartiges Archivmaterial und Exponate präsentiert, die die reiche Geschichte des Kosakentums im Ausland widerspiegeln. Im Namen des Archivs und des Vereins zur Erinnerung an die Kosakentragödie von Lienz am 1. Juni 1945 wurden Professor Shmelev eine Ehrenmitgliedsurkunde sowie ein Gedenkabzeichen des Vereins verliehen.
Die Auszeichnung wurde von Yevgeny Nikolayevich Martyniuk im Auftrag des Vorsitzenden des Vereins Anthony Schlega überreicht.
In diesem Jahr jährt sich die 80. Wiederkehr der Tragödie von Drau in Lienz – eines der traurigsten Kapitel in der Geschichte des Kosakentums. Damals wurden Tausende von Kosaken und ihren Familienangehörigen während der militärischen Operation „Keelhaul“ zwangsweise in die Sowjetunion zurückgeführt und in Arbeitslager geschickt. Nur wenige überlebten, um das Andenken an diese Ereignisse zu bewahren.
Das Design des Gedenkabzeichens stammt von dem Kosakenmaler und Bildhauer Sergei Grigoryevich Korolkov, dem Schöpfer des bekannten Gemäldes „Die Rückführung der Kosaken in Lienz“. Seitdem ist dieses Abzeichen ein Symbol des Gedenkens, der Trauer und des Respekts für die Opfer der Tragödie von 1. Juni 1945.
Das Archiv der Kosaken im Ausland spricht Professor Anatoly Vsevolodovich Shmelev seinen aufrichtigen Dank für seinen Besuch und sein anhaltendes Engagement für die Bewahrung des historischen Erbes und des Gedenkens an das Kosakentum aus.
Wir wünschen dem Professor weiterhin viel Erfolg, Gesundheit und Inspiration in seiner wissenschaftlichen und pädagogischen Arbeit.
